Seit nunmehr 3 Tagen kommt hier immer wieder mal die Sonne hervor, und die Sonnenstrahlen sorgen für angenehme Temperaturen. So auch für unsere einheimischen Ameisen. Diese sind an das kalte Klima sehr gut angepasst, schon das kleinste bisschen Wärme wird erfolgreich genutzt, müssen sie doch ständig ums Überleben kämpfen. Noch sind sie sehr langsam unterwegs, bewegen sich, verglichen zur normalen Fortbewegungsgeschwindigkeit, zeitlupenartig. Nach der Winterruhe sind sie etwas ausgehungert, und müssen shcnellstmöglich Nahrungsquellen finden und so früh wie möglich ausbeuten, auch warme und hilfreiche Orte müssen schnellstmöglich, bevor ihnen ein anderes Volk zuvor kommt, besetzt werden.
Zu den Spitzenreitern in der Nahrungsbeschaffung so kurz nach dem Winter zählen selbstverständlich unsere Wegameisen, Lasius. Lasius flavus kommt nun, nachdem die wärmenden Strahlen die Steine erhitzen, langsam aus ihrem Überwinterungsort in der Erde wieder hervor. Sie besetzen günstige Standorte, die Erde ist noch nass und daher entstehen leicht neue Gänge. Kaum ist das getan, bilden sich erste Trauben von sich aufwärmenden Arbeiterinnen, an passenden Stellen werden Wurzelläuse nach oben getragen, die in dem Bau überwintert haben. Sie sind ihre erste Nahrungsquelle, der süße Honigtau bringt den Arbeiterinnen genügend Energie für einen perfekten Start ins neue Jahr.
Die Gänge auf dem Foto sind erst wenige Tage alt:
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Wurzellaustransport

Im Gegensatz zu den Lasius flavus zeigen sich die Lasius niger und ihre Verwandtschaft eher an der Oberfläche. Sie sind schon aktiv unterwegs, stetig am furagieren. Erste kleine Straßen haben sich gebildet, und geeignete, warme Orte werden erkundschaftet.
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Im Vergleich zu letzten Jahr, späte Aktivität. Letztes Jahr habe ich erste Arbeiterinnen schon am 15. Februar ausfindig machen können, es war dieses Jahr ein langer Winter.

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