Der Umzug ist abgeschlossen. Die Odontomachus haben tatsächlich einen großen Erdwall zwischen den beiden Nestern gebaut, und auch nachdem ich den alten Ytong entfernt hatte, wurde das neue Nest erstaunlich gut ausgebaut. Ich habe versucht, es regelmäßig zu dokumentieren, aber seht selbst.
Erstmal der Haufen zwischen neuen und alten Nest:
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Nach dem Entfernen des alten Nests habe ich auch gleich den Haufen weggeräumt, der sah unschön aus. Die aemsien haben dann gleich angefangen, den nach ihren Vorstellungen zu kleinen NEsteingang komplett zuzubauen- und, weil sie shconmal dabei waren, haben sie auch außen herum Erde aufgeschichtet. Ich habe testweise einen Ast in kurzer Entfernung zu dem Nesteingang hingelegt, weil ich wissen wollte, wie oder ob sie diesen integrieren werden.
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Zum meiner Überraschung wurde immer mehr Erde aufgetürmt, und tatsächlich auch der Ast miteinbezogne, erste kleine Erdwälle befanden sich darauf. Im Gegensatz zu anderen Ameisen wird einfach nicht nur grob und plump Baumetrial draugeworfen, sondern jedes Krümelchen Dreck bekommt seinen Besonderen Platz auf dem Haufen. Sie bauen sehr dünnwändig, was gar nicht danach aussieht, aber im inneren befinden sich kleine Gänge, welche schließlich zu dem Ytong hineinführen. Es entstand ein kleiner Turm, auf dessen Spitze der Eingang war.
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Der Hügel wurde größer.
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Und größer, er weitetete scih nach hinten aus, er hat mehrer Eingänge, die sich größtenteils in Bodennähe befinden.
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Und sie bauten weiter:
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Ein Nesteingang:
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Diese Ameisen bauen trotz ihrer Koloniegröße sehr beachtliches. Eigentlich graben sie sich keine Nester, sondern sie trümen ihre Nester selbst auf. Auch „Schleichwege“ werden überbaut, man siehe auf diesen Bild oben das Efeu.
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Wahre kreative Künstler, kann ich dazu nur sagen. Manchmal drücken sie Erdbrocken sogar kurz mit ihren Forderfüßen fest. Bleibt etwas an den Mandibeln hängen, und geht nicht gescheit ab, dann Streifen sie mit ihnen am Grund entlang, bis der Dreck weg ist. Beim Bau verhalten sich die Arbeiterinnen einzelgängerisch; jede nimmt einen Brocken, nicht sonderlich groß (geschleift wird gar nichts, nur getragen) und plaziert ihn selbstständig. Das mehrere Arbeiterinnen an einen Brocken ziehen o.ä. habe ich noch nicht beobachten können. Trotzdem scheint ihre Arbeit perfekt abgestimmt.

Ich habe hier auch ein paar Einblicke ins Nest. Wie diese Ameisen so sind, haben sie mir natürlich gleich erstmal ein wenig Dreck an die Scheibe geklebt :schreck:
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Zu dem Jagd und Rekrutierungsverfahren habe ich auch Neuigkeiten. An einer Stelle verfüttere ich immer Honig, aber nur unregelmäßig. Gestern in der Dämmerung, wenn sie aktivsten sind, hat sich eine kleine Straße zu dem Punkt hingebildet. Ich weiß aber nicht, ob sie Duftspuren anlegen, oder jede Ameise den Weg individuell kennt. Beim Hin- und rückweg werden natürliche Schutzmöglichkeiten wie Laubblätter sehr gerne genutzt.

Zur Jagd, hier habe ich ja schon ein paar Dinge becshrieben. Bei kleinen futtertieren wie den Bohnenkäfer nutzen die Odontomachus fast nur ihre Mandibel; sie lassen sie zuknallen, mehrmal hintereinander, bis das Opfer wohl betäubt ist, und werden erst dann im Ganzen abtransportiert. tote Tiere mögnesie nicht sonderlich, das wird oft liegen gelassen. Ich verfüttere auch Asseln, nehme immer ein paar aus der großen Population in meinen Waldterrarium; diese werden schnell getötet, und was sie nicht brauchen, lassen sie einfach liegen. Sie sind also aggressiv, und lassen nichts am Leben. Ich wollte nun mal etwas besseres, passenderes besorgen. Etwas, dass schnell ist, aber nicht Scheiben hochkommt, und genau die richtige Größe besitzt. Als „Beschäftigungstherapie“, denn die Ameisne jagen sehr gerne, es sollte ihnen nicht sofort gelingen, es zu fangen, wie es bei Asseln und Bohnenkäfern war. Ich ging also raus, und überlegte. Mir kamen die Wolfspinnen in den Sinn, sehr schnell, passende Größe, kein harter Panzer. Allerdings passen vielleicht die Odontomachus in ihr Jagdschema, ich nahm also nur probeweise eine dieser sehr schnellen Spinnen mit.
Zu meiner großen Überraschung dauerte es keine 30 Sekunden, und die Spinne war erlegt, von einer einzigen Arbeiterin. Ich war richtig baff; sie verwenden ein anderes Jagdverfahrne bei den Spinnen als bei den kleinen Käfern. Anstatt ständig mit den Mandibeln in Richtung Beute zu „schnipsen“, wurden die Spinnen richtig schnell, anscheinend sogar angesprungen, gepackt und mit einem Stich sofort außer Gefecht gesetzt. Ich testete mit einer weiteren Spinne, kuam wurde diese entdeckt, war es auch schon aus mit ihr. Das hat mich richtig erstaunt, wo die Wolfspinnen zu den schnellsten einheimschen Spinnen gehören.
Ihr Gift ist sehr potent, der beste Vergleich ist der mit Leptogenys, welche ich auch mal gehalten hatte. Sind ja auch etwas mit ihnen verwandt. Jedenfalls sterben die Tiere sehr schnell innerhalb weniger Sekunden, und lösen sich anscheinend innerlich schon auf. Die Spinne wurde in zwei Teilen abtransportiert, sie ließ sich einfach auseinander pflücken. Ich probierte selbiges nochmal mit einem Heimchen, welche duetlich schwieriger für die Odontomachus zu Jagen sind. Die kriegen sie nur, wenn sie sehr hungrig sind und viele unterwegs. Die Heimchen flüchten durch ihre Sprünge fast jedes mal wieder in Sicherheit. Doch bei diesem einen hatten die Odontomachus Glück, kaum war der Stich gesetzt, lag das Heimchen auf dem Rücken, sein Hinterleib bewegte sich schnell rauf und runter, und die Beine zuckten nur noch vereinzelt, während es dann abtransportiert wurde.
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Vielleicht neige ich ja dazu ein klein wenig zu übertrieben, aber ich liebe diese Ameisen einfach, finde sie sehr spannend und kann Stunden vor dem Formikarium verbringen. Meist lese ich dann nebenher noch etwas.

Da das nächste Update wahrshceinlich noch eine Weile dauern wird, mein bisheriges Fazit nach mehreren Monaten Haltung: Tolle und einzigartige gattung, die es sich lohnt zu halten, schon allein wegen dem Aussehen. Wenn man sie hält, sollte man ihnen unbedingt ein Terrarium anbieten, dass ihnen viele Möglichkeiten lässt- natürlich eingerichtet, und man entdeckt das versteckte Potenzial. Sie sind leicht zu halten, und uahc für Anfänger geeignet. Nachteile, sonderlich groß sind ise nicht, aber es gibt auch größere Arten (z.B. O. hastatus). Außerdem sehr aggressiv und für Gemeinschaftsbecken, nichtmal mit Temnothorax, nicht geeignet.

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