Februar 2011



Abstract

Here are some new pictures of the Camponotus dalmaticus, which I’ve caught in croatia. I stopped their hibernation a few days ago, and they are doing very fine. The larvaes are growing, and some minors, which move very fast, searched for some food. The major workers don’t forage, they are most possible repletes and, as you can see on the pictures, are very fat. And they are also very good builders – the test tube nest entrance is blocked whith a very small, about 2mm thin, wall.

They are near related to Camponotus lateralis and piceus. The queens of this species seem to look very similar, and they are in the same Subgenus. The revision of the species of the subgenus Myrmentoma from A. Radschenko is very interesting – in opposite to e.g. piceus C. dalmaticus have a small distribution area. The name „dalmaticus“ includes parts of their geographic distribution (Dalmatia).

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Ein paar neue Bilder. Ich habe sie vor kurzen ausgewintert, auch wenn das ein wenig zu früh war. Aber so haben sie ein langes Jahr und können es gut zur Brutaufzucht nutzen.
Die Überwinterung verlief ohne Komplikationen, alle Larven haben überlebt, und das sind einige. Die Larven sind teilweise auch schon ein Stückchen gewachsen, nur Eier lassen sich (noch) nicht blicken. Ich sehe sehr optimistisch der Zukunft entgegen.

Die Art ist sehr flink, zumindest die kleinen Minore. Die großen Majorarbeiteirnne scheinen als Repleten (Speichertiere) zu dienen, außerhalb des Nestes habe ich noch keinen gesehen, und zudem sind sie überaus physogastrisch. Angenommen wurde freudig Zuckerwasser und eine tote Mücke.
Die Bilder sind unter anderen Belichtungs- und Hintergrundumständen entstanden, daher sind sie etwas dunkler, weshalb die Färbung nicht so stark wie bei den anderen Bildern hervortritt.
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Sie sind nahe mit Camponotus lateralis und piceus verwandt, wie oben schon angemerkt. Alle Arten zählen zur Untergattung Myrmentoma. Die Königin zeigt jedenfalls kaum Unterschiede zur lateralis-Königin, und die Arbeiterinnen sehen sich bis auf die unterschiedliche Färbung ebenfalls sehr ähnlich. Allerdings ist das Verbreitungsgebiet wie mir scheint deutlich kleiner. Der Artname dalmaticus ist wohl auf Dalmatien zurückzuführen.

Die Revision von A. Radschenko über den Subg. Myrmentoma (von 1997) ordnet Camponotus dalmaticus in die lateralis Gruppe ein, und dort in den piceus-Komplex. Auf der dortigen Verbeitungskarte wurde C. dalmaticus nur, soweit erkennbar, in Griechenland eingezeichnet.

Die C. dalmaticus haben mich überrrascht, muss ich gestehen. Sie haben das RG nicht plump mit ein paar Erdbrocken wie die meisten Ameisen verschlossen, sondern eine kleine Wand mit ca. 2mm Dicke gebastelt. Und dazu noch einen unterirdischen Eingang, den man auf dem Bild leider nicht erkennt.
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Abstract

Everything is okay with the parasited Lasius colony. The Chthonolasius queen is still alive, and the young larvae are growing. I ended the hibernation a week ago. I can’t wait to see the first yellow workers in this nice colony!

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Hallo,

es geht weiter! Vor kurzen hab ich die Ameisen langsam aus der Winterruhe geweckt. Die Arbeiterinnen sind noch richtig physogastrisch, ihren Wintervorrat haben sie nicht komplett aufgebraucht. Und trotzdem holten sie wieder mehr Zuckerwasser, und auch schon ein paar kleine Heimchen ein.
Die Königin ist sehr unfotogen, bei Licht bricht sie in Panik aus. Trotzdem, ein unscharfes Bildchen als Lebensbeweis konnte ich doch noch machen:
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Und hier ein kleines Bild von den Larven, die teilweise schon etwas, im Vergleich zur Winterruhe, zugelegt haben. Ich kann es wirklich kaum erwarten, bis die ersten gelben Arbeiterinnen durch das Nest stolzieren!
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Abstact

I’m working since early spring of last year on one interesting ant species, Camponotus truncatus. My work is online available, here: push! Last wednesday I also prensented my work at the german „Jugend Forscht“ contest. You can see my presentation on the picture below.  I won the secound price in the regional contest.

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Hallo,

das letzte Jahr habe ich mich sehr intensiv mit Camponotus truncatus befasst, und meine erste vorwissenschaftliche Arbeit darüber geschrieben, die seit diesem Jahr online zugänglich ist: KLICK

Dann ich habe mit meiner Arbeit über Camponotus truncatus am Jugend Forscht- Wettbewerb teilgenommen. Am Mittwoch (16.02.) habe ich mein Projekt ausgestellt. Hier ein Bild meines Standes:
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Mit dabei war ein elektronischer Bildrahmen, der einige zusätzliche Bilder abgespielt hat, und mein Binokular mitsamt einer Kolonie von Camponotus truncatus. Ich hoffe, sie haben es mir verziehen, dass ich sie aus der Winterruhe holen musste.

Ich habe fleißig allen Interessierten erklärt, was ich erarbeitet habe, und auch sonst sehr viel Allgemeines über Ameisen in Deutschland erzählt. Ich war erstaunt, dass sich auch viele Eltern dafür interessierten. Ich habe dort sozusagen Ameisen-Aufklärung betrieben.

Und dazu habe ich den 2. Platz (im Regionalwettbewerb) belegt, womit ich doch sehr zufrieden bin.

 


Abstract

The spring is coming! Remember the report of last year, here:  https://philipph.wordpress.com/2010/02/24/65/

The snowdrops are blooming, but this is not the only spring-messenger:  The first ants, Lasius sp., are coming out of their nest. In this case, there are some Lasius niger and under a rock Lasius flavus. The Lasius flavus are bringing their aphids up under the rock, so they can eat the first honeydew in this year. And also some myrmecophiles are coming up from nest to feel the warmth: Some ant-fishes are found in the nest of the Lasius flavus under the stone.

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Wie auch letztes Jahr gibt es auch diesmal einen kleinen Frühjahrseintrittsbericht von mir. Zur Erinnerung, das war letztes Jahr: https://philipph.wordpress.com/2010/02/24/65/

Erste, schöne warme Tage gibt es hier trotz des harten Winters recht früh, was mich natürlich glücklich macht. Zum Vergleich, 12 Tage früher als letztes Jahr :) Natürlich ist dies nicht der endgültige Anbruch, es werden sicherlich wieder unangenheme Tage kommen, aber das macht ja nichts.
Die ersten bekannten Boten sind die Pflanzen, hm, klar die blühen schon!
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Heute, pünktlich zum Sonnenschein ließen sich einige hübsche Tierchen sichten. Neben Wolfsspinnen, die ohnehin beim kleinsten Sonnenschein unterwegs sind, krabbelten an einigen Stellen schon erste Lasius niger herum. Diese sind gewissermaßen die ersten Boten, und lassen sich von den niedrigen Temperaturen nicht beeinflussen, selbst bei 6°C sind sie zu erkennen, sofern denn die Sonne scheint.
Hier einige Lasius-Arbeiterinnen, die sich neugierig um eine ebenfalls erwachte Schnecke versammelt haben;
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(Anmerkung: Nur durch falsche Wiedergabe durch den Foto sieht der Thorax so rötlich aus! Es handelt sich nicht um L. emarginatus)

Unter einem flachen, von der Sonne bescheinen Stein beobachte ich schon seit 3 Jahren ein Lasius flavus Volk, ob die sich auch schon Blicken lassen? Kurzerhand ein Blick darunter geworfen, natürlich :) Besonders Lasius flavus scheint auch mit den kühlen, nassen Klima kein Problem zu haben.
Kurzerhand werden nämlich Wurzelläuse nach oben geschleppt, und die Arbeiterinnen können wieder ersten Honigtau ernten.
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Und mit den Ameisen werden auch ganz andere Gesellen wieder aktiv. Myrmecophile Ameisenfischchen nutzen den minimal erwärmten Stein auch. Erstaunlich, wie schnell sie schon unterwegs waren, und trotzdem bekam ich ein Foto hin, was sonst fast unmöglich ist.
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