Odontomachus sp. Haltungsbericht



Abstract

It was getting more complicated. All of the moss died, and the other plants are growing fast and somehow strange. It doesn’t look very good. And also the ants made some problems; I’ve no idea how they are doing, and they seem to nest everywhere. Everytime I fill in some water, I fear that I could destroy some parts of the nest. So, I decided to get them out of the terrarium. I really enjoyed keeping these nice ants, but I’ve kept them long enough (nearly a year) and so I’ll sell the colony – this is probably the last update of this keeping diary. EDIT: Colony selled.

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Der Zustand des Terrariums hat sich zunehmend verschlechtert. Das Moos ist mir weggestorben, und die anderen Pflanzen haben ganz schön gewuchert, aber recht unregelmäßig was nicht schön aussieht. Außerdem lassen sich die Ameisen nicht mehr im Nest blicken, in das ich ohnehin schon schlechte Einsicht hatte. Sie scheinen überall zu wohnen, und nach jeden Bewässern muss ich fürchten, dass ich dem Nest irgendwie Schaden zugefügt habe.
Ich halte sie nun schon eine ganze Weile, über ein Dreivierteljahr, und mich interessiert wie es der Kolonie überhaupt geht. Man kennt es ja, man hat keine Nesteinsicht und kann den Zustand der Kolonie überhaupt nicht kontrollieren. Lebt die Königin überhaupt noch? Ich mag die Ameisen zwar sehr, aber nächstes Jahr ziehe ich wahrscheinlich um, und kann nur wenig mitnehmen (wenn überhaupt), und es gibt so viele andere interessante Ameisen. Ich werde Kolonie also verkaufen.

Doch erstmal zur Umsiedelung. Diese gestaltete sich komplizierter als erwartet – ich habe ja den Hauptteil des Nestes unter dem Erdhügel erwartet. Dort waren aber nicht sonderlich viele Arbeiterinnen unterwegs. An manchen seltsamen Stellen lagerten sie Brut zusammen mit wenigen Arbeiterinnen, aber mir kam es so vor als hätten sie überall kleine sporadische Nester. Ich war überrascht, wie wenig Ameisen es doch sind. Ich hatte um die 100 Arbeiterinnen erwartet, am Ende waren es nur etwa 40. Einige Puppen und die ein oder andere Larve konnte ich retten, alles weitere ist bei der Aktion verloren gegangen. Da die Erde schwarz war, war es noch schwieriger überhaupt etwas zu erkennen. Ich dachte schon, ich hätte die Königin verloren, aber irgendwann tauchte sie dann doch auf. Ich habe versucht alle Arbeiterinnen herauszubekomen, was nicht einfach war. Eine Pinsel-Löffel-Kombination hat sich als erfolgreich erwiesen, so bekam ich die wirklich schnellen Arbeiterinnen in die Box mit zwei Reagenzgläsern. Mit dem Löffel grub ich immer wieder, schließlich hatte ich ein recht hohes Substrat.

Ergebnis, wie gesagt, ca. 40 Arbeiterinnen, zum Glück die gesunde Königin und ca. 15 Puppen und ein paar Larven. Ich bin mir sicher, dass es mal mehr Arbeiterinnen waren, und wahrscheinlich wäre mir die Kolonie irgendwann im Terrarium mal weggekippt- oder aber sie hätten sich zu schnell vermehrt und es somit für mich noch schwieriger gemacht, sie herauszuholen.
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Die Box – die meisten Arbeiterinnen befinden sich schon im RG.
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Das Reagenzglas

Gut möglich, dass der Haltungsbericht hier endet. Es lohnt auf jeden Fall Odontomachus zu halten, die mit kaum einer anderen Ameise vergleichbar sind. Ich mag sie wirklich, aber man muss leider Prioritäten setzen. Anbei noch ein Dankeschön an Fred, der mir die Königin gab.

EDIT: Kolonie verkauft.

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Abstract

Long time I didn’t make a update here. The reason is that there isn’t anything new to tell. The colony is doing well, and grows fast. About 20 workers are furaging, but I don’t know how many are in the nest. The colonys doesn’t live in the ytong-nest, nearly all of them live in the earth-nest they builded. They are really good cricket-hunters, all of the small crickets get fast catched, they don’t have any chance. The poison of the Odontomachus paralyzes the cricket immediately, they sting fast.

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Ich habe nun schon länger nichts mehr über die Kolonie geschrieben. Es gibt auch nichts sonderlich Neues zu berichten, das Terrarium ist noch das Selbe. Die Odontomachus sind mir ans Herz gewachsen, und waren auch im November auf der kleinen Austellung im Vitus zu sehen. Hier ein Bild unseren Standes, zentral das kleine Terrarium mit den Odontomachus in denen ein distelartiges Kraut wuchert.
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Die Distel wucherte immer noch, viel zu sehr, deshalb habe ich sie heute abgeschnitten. Das Moos, was damals noch rehct gut gewachsen ist, ist leider abgestorben. Das lag an den zu großen feucht-trocken Wechsel, da das Terrarium bei mir auf der Fensterbank steht die eine Seite dadurch immer wieder abtrocknet. Das war nicht gut für die Pflanzen, dafür haben es die Odontomachus wärmer als zuvor. Die restlichen Pflanzen, vor allem der Klee, sind zu stark gewachsen, da das Terrarium jetzt am Fenster steht. Er wuchert über die Luftlöcher schon 10 cm über das Terrarium heraus, und innen ist er vergailt, was nicht sonderlich hübsch aussieht. Ich werde ihn wohl auch bald entfernen, insgesamt gefällt mir das Terrarium nicht mehr, es sieht, im Gegensatz zu vor einem Monat, zu vermodert aus.
Der Standortwechsel von meinem Schreibtisch auf die Fensterbank hat aber auch einen Wachstumschub für die Odontomachs bedeutet, ich weiß gar nicht wie viele Arbeiterinnen es jetzt sind. Das Ytongnest wird nur noch nebenbei als Brutkammer für vereinzelte Puppen verwendet, das Hauptnest ist nebendran und obendrauf. Sie haben nämlich schön alles umgegraben, und noch wie vor den beeidruckenden Erdhaufen. Die Eingänge sind klar erkennbar, sie befinden sich oben an der Nestkuppe
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Bei der Jagd, also wenn es lebende Miniheimchen gibt, von denen ich alle paar Tage eine Ladung reinkippe, sind so etwa 20 Arbeiterinnen unterwegs. Es können aber noch viel mehr werden, z.B. wenn man sie ärgert. Sie kontrollieren das Terrarium natürlich vollends, die Miniheimchen sind innerhalb kürzester Zeit gefangen, sie haben überhaupt keine Chance. Der Stich wird schnell angesetzt, die Heimchen sind danach gelähmt und lassen sich wehrlos herumschleppen. Hier Bilder von der Jagd:
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Und hier ein kleines Video:

Die Odontomachus bräuchten ein neues Terrarium, aber ich habe keine Ahnung wie ich sie aus dem jetzigen heraus bekommen soll. Graben kann ich vergessen, Die Odontomachus verstecken sich längst zwischen der unteren Kieselsteinschicht, ich würde dem Volk nur schaden und am Ende vielleicht sogar die Königin töten – das will ich nicht. Als einzige Möglichkeit sehe ich im Moment, die Kolonie zu einem selbstständigen Umzug zu bewegen, vllt. über verbundene Terrarien. Aber ob das klappt? Mal abwarten, noch können sie im Terrarium leben.


Der Umzug ist abgeschlossen. Die Odontomachus haben tatsächlich einen großen Erdwall zwischen den beiden Nestern gebaut, und auch nachdem ich den alten Ytong entfernt hatte, wurde das neue Nest erstaunlich gut ausgebaut. Ich habe versucht, es regelmäßig zu dokumentieren, aber seht selbst.
Erstmal der Haufen zwischen neuen und alten Nest:
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Nach dem Entfernen des alten Nests habe ich auch gleich den Haufen weggeräumt, der sah unschön aus. Die aemsien haben dann gleich angefangen, den nach ihren Vorstellungen zu kleinen NEsteingang komplett zuzubauen- und, weil sie shconmal dabei waren, haben sie auch außen herum Erde aufgeschichtet. Ich habe testweise einen Ast in kurzer Entfernung zu dem Nesteingang hingelegt, weil ich wissen wollte, wie oder ob sie diesen integrieren werden.
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Zum meiner Überraschung wurde immer mehr Erde aufgetürmt, und tatsächlich auch der Ast miteinbezogne, erste kleine Erdwälle befanden sich darauf. Im Gegensatz zu anderen Ameisen wird einfach nicht nur grob und plump Baumetrial draugeworfen, sondern jedes Krümelchen Dreck bekommt seinen Besonderen Platz auf dem Haufen. Sie bauen sehr dünnwändig, was gar nicht danach aussieht, aber im inneren befinden sich kleine Gänge, welche schließlich zu dem Ytong hineinführen. Es entstand ein kleiner Turm, auf dessen Spitze der Eingang war.
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Der Hügel wurde größer.
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Und größer, er weitetete scih nach hinten aus, er hat mehrer Eingänge, die sich größtenteils in Bodennähe befinden.
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Und sie bauten weiter:
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Ein Nesteingang:
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Diese Ameisen bauen trotz ihrer Koloniegröße sehr beachtliches. Eigentlich graben sie sich keine Nester, sondern sie trümen ihre Nester selbst auf. Auch „Schleichwege“ werden überbaut, man siehe auf diesen Bild oben das Efeu.
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Wahre kreative Künstler, kann ich dazu nur sagen. Manchmal drücken sie Erdbrocken sogar kurz mit ihren Forderfüßen fest. Bleibt etwas an den Mandibeln hängen, und geht nicht gescheit ab, dann Streifen sie mit ihnen am Grund entlang, bis der Dreck weg ist. Beim Bau verhalten sich die Arbeiterinnen einzelgängerisch; jede nimmt einen Brocken, nicht sonderlich groß (geschleift wird gar nichts, nur getragen) und plaziert ihn selbstständig. Das mehrere Arbeiterinnen an einen Brocken ziehen o.ä. habe ich noch nicht beobachten können. Trotzdem scheint ihre Arbeit perfekt abgestimmt.

Ich habe hier auch ein paar Einblicke ins Nest. Wie diese Ameisen so sind, haben sie mir natürlich gleich erstmal ein wenig Dreck an die Scheibe geklebt :schreck:
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Zu dem Jagd und Rekrutierungsverfahren habe ich auch Neuigkeiten. An einer Stelle verfüttere ich immer Honig, aber nur unregelmäßig. Gestern in der Dämmerung, wenn sie aktivsten sind, hat sich eine kleine Straße zu dem Punkt hingebildet. Ich weiß aber nicht, ob sie Duftspuren anlegen, oder jede Ameise den Weg individuell kennt. Beim Hin- und rückweg werden natürliche Schutzmöglichkeiten wie Laubblätter sehr gerne genutzt.

Zur Jagd, hier habe ich ja schon ein paar Dinge becshrieben. Bei kleinen futtertieren wie den Bohnenkäfer nutzen die Odontomachus fast nur ihre Mandibel; sie lassen sie zuknallen, mehrmal hintereinander, bis das Opfer wohl betäubt ist, und werden erst dann im Ganzen abtransportiert. tote Tiere mögnesie nicht sonderlich, das wird oft liegen gelassen. Ich verfüttere auch Asseln, nehme immer ein paar aus der großen Population in meinen Waldterrarium; diese werden schnell getötet, und was sie nicht brauchen, lassen sie einfach liegen. Sie sind also aggressiv, und lassen nichts am Leben. Ich wollte nun mal etwas besseres, passenderes besorgen. Etwas, dass schnell ist, aber nicht Scheiben hochkommt, und genau die richtige Größe besitzt. Als „Beschäftigungstherapie“, denn die Ameisne jagen sehr gerne, es sollte ihnen nicht sofort gelingen, es zu fangen, wie es bei Asseln und Bohnenkäfern war. Ich ging also raus, und überlegte. Mir kamen die Wolfspinnen in den Sinn, sehr schnell, passende Größe, kein harter Panzer. Allerdings passen vielleicht die Odontomachus in ihr Jagdschema, ich nahm also nur probeweise eine dieser sehr schnellen Spinnen mit.
Zu meiner großen Überraschung dauerte es keine 30 Sekunden, und die Spinne war erlegt, von einer einzigen Arbeiterin. Ich war richtig baff; sie verwenden ein anderes Jagdverfahrne bei den Spinnen als bei den kleinen Käfern. Anstatt ständig mit den Mandibeln in Richtung Beute zu „schnipsen“, wurden die Spinnen richtig schnell, anscheinend sogar angesprungen, gepackt und mit einem Stich sofort außer Gefecht gesetzt. Ich testete mit einer weiteren Spinne, kuam wurde diese entdeckt, war es auch schon aus mit ihr. Das hat mich richtig erstaunt, wo die Wolfspinnen zu den schnellsten einheimschen Spinnen gehören.
Ihr Gift ist sehr potent, der beste Vergleich ist der mit Leptogenys, welche ich auch mal gehalten hatte. Sind ja auch etwas mit ihnen verwandt. Jedenfalls sterben die Tiere sehr schnell innerhalb weniger Sekunden, und lösen sich anscheinend innerlich schon auf. Die Spinne wurde in zwei Teilen abtransportiert, sie ließ sich einfach auseinander pflücken. Ich probierte selbiges nochmal mit einem Heimchen, welche duetlich schwieriger für die Odontomachus zu Jagen sind. Die kriegen sie nur, wenn sie sehr hungrig sind und viele unterwegs. Die Heimchen flüchten durch ihre Sprünge fast jedes mal wieder in Sicherheit. Doch bei diesem einen hatten die Odontomachus Glück, kaum war der Stich gesetzt, lag das Heimchen auf dem Rücken, sein Hinterleib bewegte sich schnell rauf und runter, und die Beine zuckten nur noch vereinzelt, während es dann abtransportiert wurde.
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Vielleicht neige ich ja dazu ein klein wenig zu übertrieben, aber ich liebe diese Ameisen einfach, finde sie sehr spannend und kann Stunden vor dem Formikarium verbringen. Meist lese ich dann nebenher noch etwas.

Da das nächste Update wahrshceinlich noch eine Weile dauern wird, mein bisheriges Fazit nach mehreren Monaten Haltung: Tolle und einzigartige gattung, die es sich lohnt zu halten, schon allein wegen dem Aussehen. Wenn man sie hält, sollte man ihnen unbedingt ein Terrarium anbieten, dass ihnen viele Möglichkeiten lässt- natürlich eingerichtet, und man entdeckt das versteckte Potenzial. Sie sind leicht zu halten, und uahc für Anfänger geeignet. Nachteile, sonderlich groß sind ise nicht, aber es gibt auch größere Arten (z.B. O. hastatus). Außerdem sehr aggressiv und für Gemeinschaftsbecken, nichtmal mit Temnothorax, nicht geeignet.


Ist nun ja schon über einen Monat her, dass ich berichtet habe. Lustig, dass mein letzter Bericht die Umsiedlung in ein neues Becken war; denn dies ist jetzt wieder der Fall.
Insgesamt gibt es nicht arg viel zu berichten, die Odontomachus leben gut, es sind deutlich mehr als früher. Sie fingen mit der Zeit an, immer mehr die Arena zu durchgraben. Diese Ameisen sind perfekte Jäger, und hatten zwischen Steinen und unter Blättern „Schleichwege“, ich weiß nicht ob sie die selbst gebaut haben oder einfach das Gelände genutzt. Jedenfalls war es sehr interessant, sobald ich Futter hineinwarf, das waren eine Zeitlang solche Bohnenkäfer, dann kamen sie aus allen Ecken und Enden des Terrariums hervor und schnappten sich diese. Ca. 10 Arbeiterinnen waren dann schonmal auf Jagd unterwegs. Sie lieben übrigens das Jagen, gibt nichts Spannenderes als ihnen dabei zuzusehen. Die Tiere ertasten dabei mit den Fühlern voran die Umgebung, können allerdings auch ganz gut sehen. Wird etwas entdeckt, wird dieses neugierig und vorsichtig beäugt. Steht der Entschluss fest, dass es essbar ist, schnellen die Arbeiterinnen nach vorne, und lassen erstmal ihre Mandibel knallen. Wenn mehrere jagen, hört sich das an, als würde jemand seine Zehnägel mit so nem Nagelknipser schneiden. Gestochen wird recht spät, wenn das Beutetier geschnappt ist, und noch zuviel zappelt. Größere Tiere wie Heimchen werden auch gejagt, allerdings bekommen sie die fast nie zu fassen. Trotzdem werden diese manchmal trotz der verwirrenden Sprünge sehr lange verfolgt. Hier ein Bild einer Arbeiterin, auf dem man die Augen gut sieht;
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Das kleine Ytongnest hat ihnen dann nicht gereicht, ich hatte nicht sorgfältig geplant, dachte das würde noch ne Zeitlang reichen; jedenfalls schleppten sie dann Erde und anderen Dreck alles vor den Nesteingang und bauten einen Hügel mit mehreren Eingängen. Lustig zu sehen, wenn sie daraus hervorlinsen.
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Na ja, das Ganze sah natürlich nicht so sonderlich schön aus, also fiel bei mir gestern der Entschluss, ein neues Nest und ein neues Formikarium muss her. Ich nahm mir das alte Glasterrarium (30x20er), in welchem früher mal ein kleines P. dives Volk gehaust hatte und füllte den Grund mit ein paar Kieselsteinen und nahm immer feinere, bis die Bodenschicht stand. Das Ytongnest habe ich dort auch gleich integriert. Die Methode habe ich von Frank abgeguckt; Oben auf die Steinschicht kam dann erst die Erde, die Ameisen können dank dieser Kontruktion nicht sonderlich gut graben und zusätzlich ist die Bewässerung gewährleistet; ein paar Millimeter steht immer Wasser unten, der Ytong saugt sich automatisch voll und die Pflanzen müssen dann auch nicht zusätzlich bewässert werden und für hohe Luftfeuchtigkeit ist auch gleichzeitig gesorgt. Vorteile über Vorteile :)
Das Terrarium im Moment, die paar Pflanzen werden noch wachsen;
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Die Umsiedlung gestaltete sich zum Glück einfacher als erwartet. Die Arbeiterinnen, die nicht im Nest saßen (etwa 10-15), konnte man nicht mit der Pinzette packen, dafür aber einfach auf Blätter scheuchen und so rübersetzten. Sie haben mich ein paar Mal gezwickt, aber das merkt man fast gar nicht, sie kommen nicht durch die Haut. Gestochen wurde ich glücklicherweise auch nicht (obwohl es mich doch interessiert hätte, wie schlimm der Stich ist).
Das alte Nest im Terrarium sieht zwar unschön aus. Ich hoffe allerdings dass sie bald ins neue, erwärmte, umziehen werden. Im Moment machen sie aber eher Anstalten, unter dem alten Nest eine Kammer anzulegen. Aber mal abwarten. Von der Brut sieht es ganz in Ordnung aus, jede Menge Puppen, min. 12 Stück, aber nur kleine Larven. Das kommt wohl daher, dass sie eine Woche lang, während ich im Urlaub war, nicht gefüttert wurden. Honig nehmen sie nach wie vor ganz gerne an, und tragen die Tropfen zwischen den Mandibel, wie ich es schon einmal beschrieben hatte.
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Übrigens habe ich eine neue Verhaltensweise entdeckt. Im Nestbau scheinen sie geschickt zu sein. Sie nehmen Erdklumpen, und drücken sie an die gewünschte Stelle, dann drehen sie ihren Kopf von links nach rechts um den Brocken besser zurechtzudrücken. Sieht sehr cool aus, habe ich noch bei keiner anderen Art beobachtet.
Das wars erstmal, bis dann. Just in diesem Moment bauen sie eine seltsame Mauer zwischen den beiden Ytongnestern. Ob das ein überdachter Umzug wird?


Hallo,

ein kurzes Update; Die Odontomachus wurden in ein größeres Terrarium umgesiedelt, einen alten AntCube von AntsNature, in welchen früher mal meine Camponotus (welche mittlerweile ein größeres Terrarium haben) gelebt haben.
Grund ist normale Erde, als Pflanzen habe ich Moos und etwas Mauerpfefferartiges verwendet:
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Auffällig ist, wie aktiv die Odontomachus werden können- es sind ca 15 Arbeiterinnen, und 10 konnte ich draußen beim Honigwasserlecken beobachten. Wobei interessant anzumerken ist, dass die Odontomachus wie zum Beispiel Diacamma in der Lage sind, kleine Flüssigkeitströpfchen zwischen den Mandibel zu transportieren. Sie sind sehr neugierig, ich kann ihnen auch den Finger hinhalten, dieser wird dann von den Fühler betrillert und argwöhnisch beäugt.
Sie machen mir viel Spaß, sind gewiefte Jäger. Heute gab es einige Lasius Männchen zum Fressen. Hier mal ein, wie ich finde, gelungener Schnappschuss einer Arbeiterin:
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Viel neues zu erzählen gibt es nicht. Es sind jetzt deutlich mehr Arbeiterinnen, die genaue Anzahl weiß ich nicht, da es schwer ist sie zu zählen, da sie ständig zwischen RG und Ytong umherpendeln, und sich längere Zeit versteckt in der Arena aufhalten. Schätzungweise 10. Puppen gibt es einige, dürften etwas mehr als 10 sein. Die Puppenruhe dauert eindeutig am Längsten von allen Entwicklungsphasen. Die Tiere sind aggressiv und flink, aber miserable Kletterer – sie kommen an der glatten Fläche nicht empor. Bilder vom Nestinneren sind schwierig, da das Plexiglas sehr zerkratzt ist und mittlerweile auch dreckig.
Es sind sehr interessante Amiesen, zumindest unter den einheimischen Arten gibt es nichts vergleichbares. Durch die Verhältnissmäßig großen Köpfe sehen die Arbeiterinnen zusätzlich noch recht skuril aus.
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Die Anzahl der Brut wächst, und auch Arbeiterinnen werden immer mehr. Es sind nämlich inzwischen 5 Arbeiterinnen und 7 Puppen. Die Kolonie benutzt interessanter Weise mittlerweile beide Nester gleichzeitig, Brut und Arbeiterinnen befinden sich sowohl in dem Reagenzglas als auch im Ytongnest. Im Reagenzglas ist es immer deutlich wärmer, dort werden hauptsächlich Larven gelagert (mit Außnahme einer sehr frischen Puppe). Puppen, Eier und Königin finden sich zumeist im Ytongnest.
Sie nehmen immer sehr gut Nahrung an, die Larven haben einen großen Hunger – nur selten bleibt mal was übrig, und das wird von den vielen Springschwänzen entsorgt.
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