Abstract

Everything is okay with the Messor colony. They have very much brood, because I’m keeping them warm and feed them well. Because of a heating pat they store their brood in the ytong nest so I can have a look at them.  The only problem are the plants; they died because I can’t water the terrarium well. The ants also have everywhere their tunnels, and they’re nesting even at the place where I’m watering the earth.

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Es geht gut vorran mit der verbliebenen Kolonie. Ich wärme sie nun gut, und füttere sie durch, sie danken es mit vieeel Brut – die wegen der Wärmequelle, eine Heizmatte, sogar freundlicher Weise im Ytong gelagert wird. Wo das wohl noch hinführt?
Zwei Kammern sind schon richtig vollgefüllt.
Oben droht ein frischgeschlüpfter kleiner Major;
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Obere Brutkammer:
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Untere Brutkammer:
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Nur das mit dem Terrarium gelingt nicht so ganz, wie ich eigentlich wollte. Die Pflanzen vertrocknen mir, und die doofen Messor bauen genau dort „Zweignester“, wo ich eigentlich bewässern und gießen will. Eigentlich haben sie mittlerweile so ziemlich alles zerlöchert.
Und auch ein wichtiges Koloniemitglied vermisse ich seit ich die Kolonie umgesetzt habe: Die Königin… Ich hoffe mal, sie traut sich einfach nur nicht in den Ytong und lebt lieber im Sand.


Abstract

Here are some new pictures of the Camponotus dalmaticus, which I’ve caught in croatia. I stopped their hibernation a few days ago, and they are doing very fine. The larvaes are growing, and some minors, which move very fast, searched for some food. The major workers don’t forage, they are most possible repletes and, as you can see on the pictures, are very fat. And they are also very good builders – the test tube nest entrance is blocked whith a very small, about 2mm thin, wall.

They are near related to Camponotus lateralis and piceus. The queens of this species seem to look very similar, and they are in the same Subgenus. The revision of the species of the subgenus Myrmentoma from A. Radschenko is very interesting – in opposite to e.g. piceus C. dalmaticus have a small distribution area. The name „dalmaticus“ includes parts of their geographic distribution (Dalmatia).

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Ein paar neue Bilder. Ich habe sie vor kurzen ausgewintert, auch wenn das ein wenig zu früh war. Aber so haben sie ein langes Jahr und können es gut zur Brutaufzucht nutzen.
Die Überwinterung verlief ohne Komplikationen, alle Larven haben überlebt, und das sind einige. Die Larven sind teilweise auch schon ein Stückchen gewachsen, nur Eier lassen sich (noch) nicht blicken. Ich sehe sehr optimistisch der Zukunft entgegen.

Die Art ist sehr flink, zumindest die kleinen Minore. Die großen Majorarbeiteirnne scheinen als Repleten (Speichertiere) zu dienen, außerhalb des Nestes habe ich noch keinen gesehen, und zudem sind sie überaus physogastrisch. Angenommen wurde freudig Zuckerwasser und eine tote Mücke.
Die Bilder sind unter anderen Belichtungs- und Hintergrundumständen entstanden, daher sind sie etwas dunkler, weshalb die Färbung nicht so stark wie bei den anderen Bildern hervortritt.
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Sie sind nahe mit Camponotus lateralis und piceus verwandt, wie oben schon angemerkt. Alle Arten zählen zur Untergattung Myrmentoma. Die Königin zeigt jedenfalls kaum Unterschiede zur lateralis-Königin, und die Arbeiterinnen sehen sich bis auf die unterschiedliche Färbung ebenfalls sehr ähnlich. Allerdings ist das Verbreitungsgebiet wie mir scheint deutlich kleiner. Der Artname dalmaticus ist wohl auf Dalmatien zurückzuführen.

Die Revision von A. Radschenko über den Subg. Myrmentoma (von 1997) ordnet Camponotus dalmaticus in die lateralis Gruppe ein, und dort in den piceus-Komplex. Auf der dortigen Verbeitungskarte wurde C. dalmaticus nur, soweit erkennbar, in Griechenland eingezeichnet.

Die C. dalmaticus haben mich überrrascht, muss ich gestehen. Sie haben das RG nicht plump mit ein paar Erdbrocken wie die meisten Ameisen verschlossen, sondern eine kleine Wand mit ca. 2mm Dicke gebastelt. Und dazu noch einen unterirdischen Eingang, den man auf dem Bild leider nicht erkennt.
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Abstract

Everything is okay with the parasited Lasius colony. The Chthonolasius queen is still alive, and the young larvae are growing. I ended the hibernation a week ago. I can’t wait to see the first yellow workers in this nice colony!

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Hallo,

es geht weiter! Vor kurzen hab ich die Ameisen langsam aus der Winterruhe geweckt. Die Arbeiterinnen sind noch richtig physogastrisch, ihren Wintervorrat haben sie nicht komplett aufgebraucht. Und trotzdem holten sie wieder mehr Zuckerwasser, und auch schon ein paar kleine Heimchen ein.
Die Königin ist sehr unfotogen, bei Licht bricht sie in Panik aus. Trotzdem, ein unscharfes Bildchen als Lebensbeweis konnte ich doch noch machen:
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Und hier ein kleines Bild von den Larven, die teilweise schon etwas, im Vergleich zur Winterruhe, zugelegt haben. Ich kann es wirklich kaum erwarten, bis die ersten gelben Arbeiterinnen durch das Nest stolzieren!
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Abstact

I’m working since early spring of last year on one interesting ant species, Camponotus truncatus. My work is online available, here: push! Last wednesday I also prensented my work at the german „Jugend Forscht“ contest. You can see my presentation on the picture below.  I won the secound price in the regional contest.

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Hallo,

das letzte Jahr habe ich mich sehr intensiv mit Camponotus truncatus befasst, und meine erste vorwissenschaftliche Arbeit darüber geschrieben, die seit diesem Jahr online zugänglich ist: KLICK

Dann ich habe mit meiner Arbeit über Camponotus truncatus am Jugend Forscht- Wettbewerb teilgenommen. Am Mittwoch (16.02.) habe ich mein Projekt ausgestellt. Hier ein Bild meines Standes:
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Mit dabei war ein elektronischer Bildrahmen, der einige zusätzliche Bilder abgespielt hat, und mein Binokular mitsamt einer Kolonie von Camponotus truncatus. Ich hoffe, sie haben es mir verziehen, dass ich sie aus der Winterruhe holen musste.

Ich habe fleißig allen Interessierten erklärt, was ich erarbeitet habe, und auch sonst sehr viel Allgemeines über Ameisen in Deutschland erzählt. Ich war erstaunt, dass sich auch viele Eltern dafür interessierten. Ich habe dort sozusagen Ameisen-Aufklärung betrieben.

Und dazu habe ich den 2. Platz (im Regionalwettbewerb) belegt, womit ich doch sehr zufrieden bin.

 


Abstract

The spring is coming! Remember the report of last year, here:  https://philipph.wordpress.com/2010/02/24/65/

The snowdrops are blooming, but this is not the only spring-messenger:  The first ants, Lasius sp., are coming out of their nest. In this case, there are some Lasius niger and under a rock Lasius flavus. The Lasius flavus are bringing their aphids up under the rock, so they can eat the first honeydew in this year. And also some myrmecophiles are coming up from nest to feel the warmth: Some ant-fishes are found in the nest of the Lasius flavus under the stone.

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Wie auch letztes Jahr gibt es auch diesmal einen kleinen Frühjahrseintrittsbericht von mir. Zur Erinnerung, das war letztes Jahr: https://philipph.wordpress.com/2010/02/24/65/

Erste, schöne warme Tage gibt es hier trotz des harten Winters recht früh, was mich natürlich glücklich macht. Zum Vergleich, 12 Tage früher als letztes Jahr :) Natürlich ist dies nicht der endgültige Anbruch, es werden sicherlich wieder unangenheme Tage kommen, aber das macht ja nichts.
Die ersten bekannten Boten sind die Pflanzen, hm, klar die blühen schon!
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Heute, pünktlich zum Sonnenschein ließen sich einige hübsche Tierchen sichten. Neben Wolfsspinnen, die ohnehin beim kleinsten Sonnenschein unterwegs sind, krabbelten an einigen Stellen schon erste Lasius niger herum. Diese sind gewissermaßen die ersten Boten, und lassen sich von den niedrigen Temperaturen nicht beeinflussen, selbst bei 6°C sind sie zu erkennen, sofern denn die Sonne scheint.
Hier einige Lasius-Arbeiterinnen, die sich neugierig um eine ebenfalls erwachte Schnecke versammelt haben;
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(Anmerkung: Nur durch falsche Wiedergabe durch den Foto sieht der Thorax so rötlich aus! Es handelt sich nicht um L. emarginatus)

Unter einem flachen, von der Sonne bescheinen Stein beobachte ich schon seit 3 Jahren ein Lasius flavus Volk, ob die sich auch schon Blicken lassen? Kurzerhand ein Blick darunter geworfen, natürlich :) Besonders Lasius flavus scheint auch mit den kühlen, nassen Klima kein Problem zu haben.
Kurzerhand werden nämlich Wurzelläuse nach oben geschleppt, und die Arbeiterinnen können wieder ersten Honigtau ernten.
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Und mit den Ameisen werden auch ganz andere Gesellen wieder aktiv. Myrmecophile Ameisenfischchen nutzen den minimal erwärmten Stein auch. Erstaunlich, wie schnell sie schon unterwegs waren, und trotzdem bekam ich ein Foto hin, was sonst fast unmöglich ist.
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Abstract

It was getting more complicated. All of the moss died, and the other plants are growing fast and somehow strange. It doesn’t look very good. And also the ants made some problems; I’ve no idea how they are doing, and they seem to nest everywhere. Everytime I fill in some water, I fear that I could destroy some parts of the nest. So, I decided to get them out of the terrarium. I really enjoyed keeping these nice ants, but I’ve kept them long enough (nearly a year) and so I’ll sell the colony – this is probably the last update of this keeping diary. EDIT: Colony selled.

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Der Zustand des Terrariums hat sich zunehmend verschlechtert. Das Moos ist mir weggestorben, und die anderen Pflanzen haben ganz schön gewuchert, aber recht unregelmäßig was nicht schön aussieht. Außerdem lassen sich die Ameisen nicht mehr im Nest blicken, in das ich ohnehin schon schlechte Einsicht hatte. Sie scheinen überall zu wohnen, und nach jeden Bewässern muss ich fürchten, dass ich dem Nest irgendwie Schaden zugefügt habe.
Ich halte sie nun schon eine ganze Weile, über ein Dreivierteljahr, und mich interessiert wie es der Kolonie überhaupt geht. Man kennt es ja, man hat keine Nesteinsicht und kann den Zustand der Kolonie überhaupt nicht kontrollieren. Lebt die Königin überhaupt noch? Ich mag die Ameisen zwar sehr, aber nächstes Jahr ziehe ich wahrscheinlich um, und kann nur wenig mitnehmen (wenn überhaupt), und es gibt so viele andere interessante Ameisen. Ich werde Kolonie also verkaufen.

Doch erstmal zur Umsiedelung. Diese gestaltete sich komplizierter als erwartet – ich habe ja den Hauptteil des Nestes unter dem Erdhügel erwartet. Dort waren aber nicht sonderlich viele Arbeiterinnen unterwegs. An manchen seltsamen Stellen lagerten sie Brut zusammen mit wenigen Arbeiterinnen, aber mir kam es so vor als hätten sie überall kleine sporadische Nester. Ich war überrascht, wie wenig Ameisen es doch sind. Ich hatte um die 100 Arbeiterinnen erwartet, am Ende waren es nur etwa 40. Einige Puppen und die ein oder andere Larve konnte ich retten, alles weitere ist bei der Aktion verloren gegangen. Da die Erde schwarz war, war es noch schwieriger überhaupt etwas zu erkennen. Ich dachte schon, ich hätte die Königin verloren, aber irgendwann tauchte sie dann doch auf. Ich habe versucht alle Arbeiterinnen herauszubekomen, was nicht einfach war. Eine Pinsel-Löffel-Kombination hat sich als erfolgreich erwiesen, so bekam ich die wirklich schnellen Arbeiterinnen in die Box mit zwei Reagenzgläsern. Mit dem Löffel grub ich immer wieder, schließlich hatte ich ein recht hohes Substrat.

Ergebnis, wie gesagt, ca. 40 Arbeiterinnen, zum Glück die gesunde Königin und ca. 15 Puppen und ein paar Larven. Ich bin mir sicher, dass es mal mehr Arbeiterinnen waren, und wahrscheinlich wäre mir die Kolonie irgendwann im Terrarium mal weggekippt- oder aber sie hätten sich zu schnell vermehrt und es somit für mich noch schwieriger gemacht, sie herauszuholen.
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Die Box – die meisten Arbeiterinnen befinden sich schon im RG.
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Das Reagenzglas

Gut möglich, dass der Haltungsbericht hier endet. Es lohnt auf jeden Fall Odontomachus zu halten, die mit kaum einer anderen Ameise vergleichbar sind. Ich mag sie wirklich, aber man muss leider Prioritäten setzen. Anbei noch ein Dankeschön an Fred, der mir die Königin gab.

EDIT: Kolonie verkauft.


Abstract

The genus of Myrmoteras is very interesting. They are formicines, but have trap-jaw mandibles. They are somehow primitive, and resembles to other primitive formicines like Gesomyrmex, Opisthopsis or the south-american Gigantiops. They are about 5 mm long, and have very big eyes. They nutriment is most probable some Collembola. Much information about every species of Myrmoteras are found here in this work of M. Moffett, who also kept this ants in the 80s: Moffett, M.: Revision of the genus Myrmoteras

And another, newer Revision of D. Agosti (thx@Teleutotje): http://gap.entclub.org/taxonomists/Agosti/1992.pdf The whole genus contains 31 species!

Maybe the best pictures of Myrmoteras are made of Alex Wild, see here: http://www.alexanderwild.com/Ants/Taxon … 6599_vqK5d

I’m keeping currently are small colony with 9 workers and a queen. These ants are really cool in their behavior. They move normally slowly, but when they see something interesting, they stop and look carefully at it. Then, they funny movements with their gaster. They can be very fast when they’re scared. There will be a better video of them.

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Hallo,

ich möchte gerne über eine sehr interessante Ameisengattung berichten, Myrmoteras. Diese Gattung gehört zur Unterfamilie der Formicinae, und weißt einige Besonderheiten auf. Das Auffälligste sind die Schnappkiefer.
Von den Schnappkieferameisen hat sicher jeder Ameisenhalter schon mal gehört, meistens werden Arten der Gattung Odontomachus oder Anochetus als solche bezeichnet. Allerdings handelt es sich hierbei um Ponerinen. Die Schnappkiefer sind ein Erfolgsmodell der Ameisen, und sie haben sich nicht nur einmal evolutionsbiologisch gesehen entwickelt, sondern mehrmals. Die Schnappkiefer finden sich auch bei einigen Myrmicinen, die zum Tribus der Dacetinii gehören (z.B. Daceton, Strumigenys).
Myrmoteras ist die einzige Gattung der Formicinen, welche einen Schnappkiefer besitzen. Doch das ist nicht die Einzige Besonderheit. Die Ameisen besitzen sehr große Augen und daher ein sehr gutes Sehvermögen, und sind anscheinend nur tagsüber aktiv. Außerdem ähnelt die Königin den Arbeiterinnen sehr, eine semiclaustrale Koloniegründung ist daher wahrscheinlich. Myrmoteras zählt man daher zu den urtümlichen Formicinen, die ihr Verbreitungsgebiet in Südostasien haben. Weitere urtümliche Formicinen mit ähnlichen Merkmalen sind Gesomyrmex (auch südostasiatisches Verbreitungsgiet, nahe mit Myrmoteras verwandt), die australischen Opisthopsis und in Südamerika die faszinierenden Gigantiops.

Insgsamt gibt es 31  Myromteras- Arten! Die Gattung Myrmoteras unterteilt sich in zwei Untergattungen: Myrmoteras und Myagroteras. Der bedeutenste Utnerschied der beiden Untergattungen besteht darin, dass die Arten des Subg. Myrmoteras zwei lange, ausgebildete Trigger-Haare besitzt, und Myagroteras nur zwei stark zurückgebildete. Die Trigger-Haare findet man auch bei anderen Ameisen mit Schnappkiefern – es sind lange Haare die nach vorne stehen, und sich zwischen den Mandibeln befinden. Berührt etwas diese Haare löst sich der Schnappmechanismus aus, die Kiefer knallen zusammen.
Hier erkennt man die Trigger-Haare:
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Geographisch gesehen kommen die Arten des Subg. Myrmoteras eher im Norden vor (Nordthailand), die Myagroteras eher im Süden (nördlichster Verbreitungspunkt anscheinend Südindien). Natürlich gibt es stark überlappende Vorkommen, auffällig ist die geographische Verbreitung aller Arten, die meisten Arten sind endemisch für bestimmte Inselngruppen in Südostasien.

Die Ameisen besitzen eine Größe von nur 5 mm, und sind daher recht klein. Auch die Kolonien sind es, sie umfassen nur wenige Individuen und eine Königin (monogyn). Wahrscheinlich sind alle Arten Unterholzbewohner, die Nester werden nicht sonderlich ausgebaut und sind z.B. in alten, Modernden Ästen zufinden und an ähnlichen Stellen. Die Arbeiterinnen gehen vereinzelt auf Nahrungssuche, wahrscheinlich ernähren sie sich hauptsächlich von Springschwänzen. Rekrutierung ist wahrscheinlich nicht vorhanden, ob Duftstoffe bei Umzügen oder ähnlichen verwendet werden, ist unklar.

Ich habe das Glück, an diese tollen Ameisen herangekommen zu sein, und sie halten zu dürfen. Es handelt sich um die am weitesten im Norden verbreitete Art Myrmoteras binghamii (Forel, 1893).
Die Ameisen sind sehr ruhig während sie auf Nahrungssuche gehen, ihre Kiefer sind dabei fast immer gespreizt (und dabei, wie bei allen Myrmoteras, um etwa 280° geöffnet). Sie gehören zur Untergattung Myrmoteras und besitzen daher bei entsprechenden Licht erkennbare Triggerhaare. Wenn sie ruhig umherlaufen, erinnern sie mich ein wenig an die heimischen Aphaenogaster subterranea. Erweckt etwas ihre Aufmerksamkeit, betrachten sie es meist mit ihren wirklich großen Augen. Nicht selten wackeln sie dabei mit ihren Hinterleib, was ein wenig an Harpegnathos erinnert. Werden sie erschreckt, sind sie nicht mehr ruhig, sie rennen auf kurze Distanz in Sicherheit. Nach dieser kurzen Distanz des Rennens normalisiert sich ihr Vorgehen wieder.

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Myrmoteras bei Erkundungstour

Ich habe sie erst seit gestern, kann also noch nicht sonderlich viel sagen. Aber die ersten Eindrücke sind sehr spannend. Vorhin lief eine Arbeiterin auf einer ebenen Fläche, und ich konnte sie genauer inspizieren. Tatsächlich sind sie anscheinend manchmal recht mutig- ich wollte sie durch bewegen meines Fingers in bestimmte Richtungen lenken, was aber nicht geklappt hat. Sie betrachten den Finger mit Aufmerksamkeit, einmal hat sie ihn sogar in einem Halbkreis schnell umrundet, was mich sehr überrascht hat. Die Ameisen sind hochspezialisiert, wenn sie etwas sehen ähnelt ihr Verhalten etwas den Gigantiops, die auch oft Seitenschritte machen und dem vermeintlichen Etwas nicht sofort den Rücken zukehren.
Hier ein kleines, schlechtes Video. Die Arbeiterin läuft darin schneller als normal, weil ich sie etwas geärgert habe. Es gibt aber bald bessere Videos, aber das muss fürs erste reichen:

Zur Ernährung kann leider noch nicht sagen, bis jetzt haben sie kein Futter angenommen, weder Zuckerwasser noch eine kleine, zerdrückte Stechmücke. Wahrscheinlich benötigen sie Springschwänze, oder aber sie brauchen Futter erst, wenn Larven vorhanden sind. Ich hoffe, es wird alles gut gehen.
Ich bin nicht der erste, die diese interessanten Ameisen hält, Mark Moffett, der auch einen Großteil der Myrmoteras Arten beschrieben hat, hat auch schon zwei Völker gehalten. Die Beobachtungen, die er gemacht hat, sind (waren?) online verfügbar, unter dem Namen:
Moffett, M. 1986: Trap-Jaw Predation and other observations of two Species of Myrmoteras, Insect Sociaux, Volume 33, 85-89

Und seine Revision über Myrmoteras diente mir hier hauptsächlich als Quelle.
Moffett, M.: Revision of the genus Myrmoteras

Und hier mit etlichen weiteren Arten die Revision von Agosti (thx@Teleutotje): http://gap.entclub.org/taxonomists/Agosti/1992.pdf

Bilder werden folgen. Bis dahin sind die Bilder von Alex Wild natürlich sehr empfehlenswert, einsehbar hier: http://www.alexanderwild.com/Ants/Taxon … 6599_vqK5d

Ich werde hier regelmäßig aktuallisieren und berichten, jeder ist hier in einer Diskussion willkkommen, auch würde ich mich freuen, wenn evtl. weitere Halter berichten :)

Grüße, Phil